TOP 5

Zum Inhalt springen

Das sind die TOP-5-Lieblingsbusfahrer:innen 2026

Emotionen und ganz viel Applaus zur Preisverleihung am 15.10.2026 in Berlin

Aus über 3.000 Fahrgasteinsendungen (so viele wie nie zuvor) wurden zunächst die TOP 30 und daraus nun die TOP 5 in den Kategorien Alltagsheld:in (2x), Außergewöhnliche Leistung (1x), Schülerverkehr (1x) und in der neuen Kategorie Fernbus (1x) gewählt. Am 15.10.2026 fiel die Entscheidung im Kulturzentrum Peter Edel in Berlin. Ein feierlicher Abend der Branche mit den frisch gebackenen TOP 5 und den Busfahrer:innen aus der TOP 30.

Hier gibt es die Bilder der Preisverleihung. (Fotos: Michael Fahrig)

Alltagsheld: Sven Leihener | WSW mobil GmbH (Wuppertal)

„Er hat einen blinden Mann über die vielbefahrene B7 herübergeholfen. Viele haben den Mann ignoriert, und als dann der Fahrer der 611 dort ankam und ihn sah, hatte er den Bus abgestellt, um dem Mann zu helfen und hatte sich auch für diese Verzögerung herrlich entschuldigt. Ich und alle anderen Fahrgäste waren sehr begeistert von ihm für seine Gutmütigkeit und haben ihn für seine Menschlichkeit gelobt und applaudiert.“

Quelle: Michael Fahrig

Alltagsheld: Mehmet Yurtsever | Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG (Bremerhaven)

„Manchmal begegnet man Menschen, die einen glauben lassen, dass Freundlichkeit in dieser Welt doch noch einen festen Platz hat. Für mich ist ... genauso ein Mensch.

Während viele morgens gestresst, müde oder mit Sorgen in den Bus steigen, sitzt Mehmet vorne hinter dem Lenkrad, immer mit einem warmen Lächeln, einem freundlichen „Guten Morgen“ und einer Ruhe, die sofort ein kleines Stück Last von den Schultern nimmt. Vielleicht klingt es für manche nur nach einer kleinen Geste. Aber genau diese kleinen Gesten verändern Tage. Und manchmal sogar mehr. Mehmet sieht die Menschen wirklich. Nicht nur Fahrgäste. Menschen. Er wartet geduldig auf die ältere Dame, die nicht mehr schnell laufen kann und hilft Müttern mit Kinderwagen sowie Rollstuhlfahrern sich richtig in den Bus zu platzieren. Dafür nimmt er sogar ein-zwei Minuten Verspätung in den Kauf. Er grüßt Kinder so herzlich, dass ihre Augen anfangen zu strahlen und sie sich jedes Mal aufs Neue freuen, ihn wiederzusehen. Und selbst an langen, stressigen Tagen verliert er niemals seine Freundlichkeit. Es gab Tage, an denen man traurig, erschöpft oder einfach leer in seinen Bus gestiegen ist. Und dann durch ein paar ehrliche Worte von Mehmet plötzlich das Gefühl hatte, nicht unsichtbar zu sein. Dass jemand einen wahrnimmt. Dass Menschlichkeit doch noch existiert. In einer Welt, in der oft jeder nur an sich denkt, schenkt Mehmet jeden einzelnen Tag Wärme, Respekt und Mitgefühl, ohne etwas dafür zu erwarten. Er transportiert nicht nur Menschen von einer Haltestelle zur nächsten – nein, er schenkt ihnen ein Gefühl von Sicherheit, Freundlichkeit und manchmal sogar Hoffnung. Genau deshalb ist Mehmet für viele mehr als nur ein Busfahrer. Er ist ein Lichtblick im Alltag. Einer dieser seltenen Menschen, die man nie vergisst, weil sie das Herz anderer Menschen berühren, ohne es überhaupt zu merken. Jeder in der Stadt kennt Mehmet und schätzt, wie er ist, so bodenständig und freundlich dieser Mann. Und genau deshalb verdient er den Titel „Lieblingsbusfahrer 2026“ von ganzem Herzen.“

Quelle: Michael Fahrig

Schülerverkehr: Stefanie Kleen | J. Jacobs Verkehrsbetriebe GmbH (Großheide)

„Viele Schülerinnen und Schüler erleben Busfahrten als quasi „rechtsfreien" Raum, wo ohne Kontrolle von außen geschubst, gequält und beleidigt wird - die Busfahrer vorne bekommen davon nichts mit, oder sie wollen nichts mitbekommen. Wenn diese Schüler dann später als Eltern ihre eigenen Kinder am ersten Schultag zum Bus bringen, geschieht das mit Sorge. So war es auch bei uns. Die Sorge hatte sich aber mittags erledigt, als unsere Tochter glücklich und entspannt aus dem Bus stieg und uns erzählte, wie das Ganze läuft.

„Unsere" Busfahrerin Steffi fährt Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse zur Daalerschule in Leer. Dabei führt sie ein strenges und sehr liebevolles Regime: Sie kennt jedes Kind beim Namen und weiß, wer wo ein- und aussteigt. Sie ernennt ältere Schüler zu „Scouts", die dafür sorgen, dass neu zugestiegene Erst- und Zweitklässler einen Sitzplatz bekommen und dafür ggf. ältere Schüler ihren Platz freimachen. Steffi fährt zuverlässig erst dann wieder an, wenn alle jüngeren Schüler sicher sitzen. Alle vergessenen Sportbeutel, Jacken, Handschuhe (...) finden den Weg zurück zu ihren Besitzern. In gefährlichen Verkehrssituationen stellt sie sicher, dass unsere Kinder erst die Straße überquert haben, bevor sie weiterfährt. Und neben all dem Management auf einem Niveau, das so mancher Pädagoge nicht erreicht, steigt im Bus regelmäßig die Party, wenn Steffi zum Beispiel in der Adventszeit "In der Weihnachtsbäckerei" aufdreht und der ganze Bus mitsingt.

Steffi leistet das ganze Jahr über großartige Arbeit, die uns als Eltern ein sicheres Gefühl gibt, dass es unseren Kindern im Bus gut geht, aber ganz besonders wichtig ist ihr Einsatz zum Schuljahresanfang für die „Kleinen". Was für ein Glück, dass es Steffi gibt!“

Quelle: Michael Fahrig

Fernbus: Antony Chandrasegaram | LTB Bus GmbH / i. A. von FlixBus (Bocholt)

„Ich bin im Januar von Köln nach Amsterdam gefahren. Es war alles komplett verschneit und in den Niederlanden ging gar nichts mehr, der öffentliche Verkehr war lahmgelegt. Als wir den Zwischenhalt in Utrecht hatten, hat unser Busfahrer die noch freien Plätze im Bus mit Menschen besetzt, die von Utrecht irgendwie nach Amsterdam kommen wollten. Es war einfach pure Freundlichkeit, Mitgefühl und Selbstlosigkeit des Fahrers, einen Teil der in Utrecht gestrandeten Menschen mitzunehmen. Einfach total klasse! Sehr liebenswert!“

Quelle: Michael Fahrig

Außergewöhnliche Leistung: Michael Preuß | Rostocker Straßenbahn AG (Rostock)

„Der Busfahrer Michael fuhr an die Haltestelle Am Wald (Kösterbeck) ran und entdeckte dort meine Oma, die am Boden lag. Sie war vom Sitz gestürzt, weil ihr Blutdruck nicht mitmachte. Er hat Erste Hilfe geleistet und ihr den Kopf verbunden, den Notruf gewählt und eine Stunde auf den Rettungswagen mit meiner Oma gewartet! Er musste noch einmal anrufen, weil die Leitstelle das nicht weitergeleitet hat und deshalb kein Rettungswagen unterwegs war. Er kümmerte sich währenddessen die ganze Zeit um meine Oma. Ich bin ihm bis heute sehr dankbar, da meine Oma nicht so gut Deutsch spricht und solch eine Verletzung alleine nicht ernst genommen hätte. Dank ihm kam sie dann ins Krankenhaus und wurde versorgt, und ich (Enkelin) wurde darüber informiert.“

Quelle: Michael Fahrig

Eine Initiative von:

Mit Unterstützung von:

Medienkooperationspartner: